IMM 2001 – Österreich – der Bericht


“Internationales Matsch Meeting”

 

Viele waren dabei in Österreich, viele vorher schon in England, der Schweiz oder Skandinavien. Viele vergleichen: hier war dies schlechter, das besser und jenes ganz und gar nicht gut. Ich tu das nicht, denn es war mein erstes IMM. Also ziehe ich keine Vergleiche und bewerte anhand früherer Treffen. Ich möchte nur beschreiben, was wir (der Club Leverkusen) so erlebt hat, mehr nicht!

Wie gesagt. Meine erste IMM und zwar mit dem Leverkusener MINI-Club.
Da der Club schon einige IMMs mitgemacht hatte, war alles perfekt durchorganisiert, es fehlte weder Spüli, Werkzeug, noch der Speck zum Frühstück…

 

Also, hier der Bericht:

Freitag, 1.6., 07.20 Uhr: Start an der Raststätte Siegburg mit 11 MINIs

Freitag, 1.6., 07.30 Uhr: Raststätte Siebengebirge: erster Stopp – Schmittis Hinterreifen schleifen… (jaja diese HILO – Fahrer) Also Sachen umladen und weiter. Man muß zugeben, er hatte all unser wichtiges Werkzeug (+Ersatzteile fürs komplette Fahrzeug)

Freitag, 1.6., 11.00 Uhr: Erster Tankstopp, dem noch 3 folgten + eine ausgedehnte Mittagspause

Freitag, 1.6., 13.00 Uhr: Wir überholen zum 3. Mal (!) die gleich Holländer-Kolonne

Freitag, 1.6., 15.00 Uhr: „Wir sind drüben“ – Grenzübergang ohne nennenswerte Kontrollen. Alle MINIs intakt.

Freitag, 1.6., 17.30 Uhr: Wir sind am Ziel: Petterbach in Österreich. Sofort werden und T-Shirts, Schilder und Handbändchen überreicht – das ist doch mal eine nette Geste – man muß nicht bezahlen, man bekommt was…! Also rutschen wir los zu unserer Parzelle. Nach den 30m Fahrt über die Wiese sehen die MINIs aus, wie nach der Rallye Monte Carlo… aber irgendwie hat das was – sieht doch sportlich aus – Rallye-MINI eben.

Freitag, 1.6., 18.00 Uhr: Wohin mit den 4 Pavillons, 8 Zelten und 11 MINIs ? Das muß gut überlegt und geplant werden. Dauert also ca. 1 ½ Stunden… (reine Aufbau und Parkzeit: 20 min)

Freitag, 1.6., 19.30 Uhr: Unser Club-Areal ist eingerichtet, die Berge von Nahrungs-mitteln werden ausgepackt. Wir hätten damit einer Belagerung von 3 Monaten locker standgehalten… endlich halten wir das wohlverdiente (lauwarme) Bier in den Händen. Tut gut und geht ebenso gut in die Birne… Erster Rundgang – die Lage abchecken – welche abgefahrenen Kisten sind auf dem Platz, und was noch viel interessanter ist: wie dreckig sind die?!
Die Stimmung ist prima und wir sitzen bis nach Mitternacht zusammen und sprechen über unsere gemeinsamen Interessen: Wie krieg ich den Wagen wieder sauber? Reicht das Bier und warum machst Du den Whiskey nicht auf?! So vergeht der Abend sehr schnell und wir kommen gar nicht dazu, den offiziellen Teil im Festzelt zu frönen.

Samstag, 2.6., 8.00 Uhr: Kaffeeduft steigt mir in die Nase – die ersten, die schon auf sind, kümmern sich sofort ums Frühstück: Und so ein Frühstück hab ich bei ´m Campen noch nie gehabt: Toast, Rührei, gebratener Speck, Baked Beans, etc. Dieter sei gedankt!

Samstag, 2.6., 10.00 Uhr: Die Sonne kommt raus, die Wege trocknen, allgemeines Getümmel auf dem Platz und an den Duschen… gut, wer früh auf war und ohne Wartezeit duschen konnte…
Wir sitzen gemütlich im Liegestuhl und genießen Sonne, MINIs und einen viel zu lauten Hubschrauber, der unablässig den Platz umkreist. Obwohl, viel lauter als ein ordentlicher MINI Auspuff war der auch nicht – hatte auch nicht den kernigen Sound..

Samstag, 2.6., 12.00 Uhr: Man begibt sich zum Teilemarkt, sieht, dass es sowieso nix Interessantes gibt: Entweder sind die Sachen zu gebraucht oder zu teuer… und überteuertes Zubehör bekomme ich auch Zuhause, da muß ich nicht erst 700 km nach Österreich fahren… aber so ist das eben. Viele andere scheint das nicht zu stören. Wir kaufen Berge von Fleisch und etwas Bier für den Abend und genießen weiterhin die Sonne. Man fachsimpelt über die verschiedensten MINI-Modelle: Was die Engländer und Holländer doch immer wieder präsentieren, ob sich so eine große Heckklappe lohnt oder wie es mache schaffen, ihren Motorraum so sauber zu halten (mein Handschuhfach sieht noch nicht mal so aus…).
Nach weiteren Rundgängen stellt man fest, wie langweilig und normal doch der eigene MINI ist… neue Tuning- und Verschönerungspläne werden geschmiedet…

Natürlich wird am Wagen auch geschraubt, ein Tag im Leben eines MINIfahrers ohne Schraubenschlüssel gibt es ja nicht.

Samstag, 2.6., 17.00 Uhr: Irgendwie konnten wir Manuel und Bruno überreden, einen Rundflug mit dem (immer noch zu lauten) Hubschrauber zu machen. So haben wir nun spitzen Bilder und einen Videofilm vom ganzen IMM Gelände! Hat sich gelohnt, die Clubfahne mitzunehmen, ist aus 50m Höhe gut zu sehen!
Endlich wird der Grill angeworfen – die 50 Stücke Fleisch warten schon… und 20 hungrige Leverkusener auch!

Übrigens ist der Platz wunderbar trocken, und gut begehbar… noch…

Nach dem ausgiebigen Essen – „dat Zeuch musste ja weg…“, gehts nun in Richtung Festzelt. Da steht man schon auf den Tischen, laute und gute Partymusik – also übliche Volksfeststimmung. Zugegeben, die Band klingt besser, als der Name „Bachler Buam“ androht..
Und da gibts ja auch noch das Disco-Ei. Da hätten lieber die „Buam“ gespielt… Musik laut genug („wir brauchen Bass, Bass“), aber der DJ… na ja, passt zum Wetter: wechselhaft. Wir haben dann doch noch nett abgetanzt… Die Hartgesottensten des Clubs bleiben bis ca. 3.00 Uhr.
Inzwischen hatte eine leichte Brise eingesetzt, welche begann, unsere Pavillons zu demontieren… aber alles hielt stand – Kabelbinder sei Dank!!! Im Gegensatz zu vielen anderen Unterständen…
Tja, der vermeindliche Regen ließ auch nicht auf sich warten…

Sonntag, 3.6., 8.30 Uhr: Wir erwachen bei lockerem Regenfall… alles durchnässt, Wiese und Wege wieder matschig, Stimmung so wie die Sicht auf die Alpen – trübe!

Nach kurzen Frühstück entschließen wir uns kurzerhand, die Zelte und Pavillons abzubrechen und die Heimreise anzutreten. Es ist schlicht und ergreifend zu kalt und naß – und wir sind nun mal keine Trekking-Fans.
Also wird gepackt und wir verlassen das IMM Gelände um 13.00 Uhr. Ein Teil von uns macht noch Urlaub in Österreich und Italien, der Rest zieht durch starke Regenschauer heimwärts.

Auch wenn das IMM 2001 für uns und viele andere früher als geplant endete, kann man den Organisatoren keine Vorwürfe machen – fürs sch… Wetter kann keiner was. Und dass alles so matschig war, kann man ja auch nicht verhindern, auf Betonboden kann man schlecht zelten…
Also trotzdem ein dickes Lob an die diesjährigen Ausrichter – wir hatten Spaß, haben viele nette Leute getroffen, abgefahrene MINIs gesehen, ordentlich abgetanzt und lecker gegessen und getrunken… was will man mehr?!

 

In diesem Sinne bis nächstes Jahr in Schottland!

…solls da nicht dauernd regnen?! ;-)

 

Bastian Beck